Aufbruch
Es ist die vollständigste Gesamteinspielung,
die sich denken lässt: Mit den
Streichquartetten Franz Schuberts
begründete das Leipziger Streichquartett
seinen inzwischen legendären
diskografischen Ruhm. Bereits zur
Erstveröffentlichung überschlug sich die
internationale Fachpresse geradezu mit
Lobesbekundungen, zumal auch zahlreiche
Quartettfragmente mit eingespielt wurden.
Das Forellenquintett mit Christian Zacharias
ergänzt vortrefflich diese 10 CDs umfassende
Kostbarkeit.
Abwechslung
Es gibt Unbekanntes, Unerwartetes und
Überraschendes zu entdecken: Einige der
Werke aus Schuberts Jugendzeit sind
erstaunlich - sowohl was die großartige Musik
angeht als auch die offensichtliche Ignoranz
des Konzertbetriebs, denn wann stehen diese
Werke schon einmal auf dem Programm? Und
die zahlreichen Fragmente erlauben einen
tiefen Einblick in Schuberts kompositorische
Entwicklung, manche faszinierende Sackgasse
eingeschlossen.
Aufeinandertreffen
Aber auch mit den „großen“ Stücken, von
Rosamunde bis Der Tod und das Mädchen,
können die Leipziger begeistern; gerade die
direkte Gegenüberstellung mit den weniger
bekannten Werken macht diese Edition so
besonders reizvoll. Und wer eine der „very
best versions“ (Gramophone) des Forellenquintetts hören möchte, kann ebenso
beherzt zugreifen.
Ausnahme
Die ebenso zahlreiche wie namhafte
Konkurrenz braucht das Leipziger
Streichquartett dabei keineswegs zu scheuen:
Für das renommierte FonoForum gehört die
Einspielung „zu den bedeutendsten
Editionen“, die „den Vergleich mit den
intensivsten Aufnahmen der
Interpretationsgeschichte“ erlaubt.