Versprochen
Ersteinspielungen bedeutender Barockwerke sind rar.
Eine Entdeckung ist die vorliegende Sammlung mit
Triosonaten und dem Quartett für zwei Violinen, Viola
und B. c. des Danziger Komponisten Johann Gottlieb
Goldberg, vorbildlich präsentiert vom Ensemble
Musica Alta Ripa.
Verzehrt
Goldberg war Cembalist und Kompositionsschüler
von Johann Sebastian Bach. Zu Weltruhm kam er
allerdings durch ein Werk, das er gar nicht selbst
komponiert hatte: Für ihn schrieb Bach die „Aria mit
verschiedenen Veränderungen”, die als “Goldberg-
Variationen” in die Geschichte eingingen. Goldberg
selbst trat ein Jahr nach Bachs Tod als Kammermusikus
in die Dienste des Grafen Brühl und gehörte
nicht nur als gefeierter Improvisator am Cembalo,
sondern auch als Komponist zu den Besten seiner
Zeit. Und das bei seinem kurzen Leben – mit 29
Jahren starb er an „Verzehrung”.
Verfressen
Ein eigensinniger Sonderling soll er gewesen sein,
der ostpreußische Cembalo-Virtuose. Zuweilen hörte
man, er sei depressiv; andere hoben die Augenbrauen
ob seiner „Noten-Freßerey”. Auch soll er seine
eigenen Werke manisch verachtet und etliche
vernichtet haben – „elende Kleinigkeiten für Damen”.
Verschlüsselt
Die kontrapunktische Kunst, die Goldbergs Werke
durchzieht, ist auf den ersten Blick schwer fassbar.
Geheimnisvolle Stimmenbeziehungen verändern
einen zu tiefsinniger Harmonik neigenden Satz. Was
pries der legendäre Rhetorik-Professor Johann
Abraham Birnbaum an Bachs Kunst? – Dass alle
Stimmen wundersam „durcheinander arbeiten”...
Verehrt
Seit über 20 Jahren bestimmt das Hannoveraner
Ensemble Musica Alta Ripa, was auf dem Gebiet der
Alten Musik in Deutschland Standard ist und die
Fachpresse ehrte die sechs Musiker mit zahlreichen
internationalen Schallplattenpreisen.
Verlegt
„So farbig, so edel artikuliert, so abwechslungsreich
und spannen” (ensemble)
„played with crisp articulation and graceful gesture“
(BBC Music Magazine)