Beschreibung
Doppelgänger
Fast zeitgleich mit Schubert komponierte Johann
Nepomuk Hummel ein Quintett für Klavier,
Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. Doch
während sich Schuberts „Forellenquintett“
heute auf den Programmzetteln wohl sämtlicher
Kammermusikreihen findet, wird HummelsWerk
kaum jemals gespielt - sehr zu Unrecht, wie die
wundervolle, jetzt in der „Preziosa“-Reihe neu
aufgelegte Aufnahme mit dem Sestetto Classico
beweist.
Einzelstunde
Denn in Sachen Melodienreichtum kann Hummel
es selbst mit einem Schubert allemal aufnehmen.
Dazu kommt ein untrügliches Gespür für die
dramaturgische Entwicklung und den
harmonischen Aufbau: Der Unterricht bei Haydn
war offensichtlich nicht ganz umsonst…
Dreisprung
Noch vergessener als Hummel ist Henri Jérôme
Bertini, dessen Sextett Nr. 3 das Album
abschließt. Der gefeierte Klaviervirtuose war zu
Lebzeiten sehr gefragt – kein Wunder, wenn man sich in die Aufnahme seines Sextetts vertieft, die auch nach
über 40 Jahren nichts von ihrer Frische verloren
hat.
Erstklassig
Das liegt nicht zuletzt an dem transparenten,
natürlichen Klang von MDG. Hinzu kommt eine
klangliche Leichtigkeit, mit der die äußerst agile
Pianistin Hiroko Maruko die anderen Musiker
immer wieder perfekt mitreißt - intellektuelle
Unterhaltungsmusik auf höchstem Niveau, die
einem so manchen Nachmittag versüßen wird.
Rezensionen
"... wenn man es mit so viel ansteckender Musizierlaune wie das Sestetto Classico spielt, dann geht die Rechnung auf... Die sechs Musiker spielen ebenso elan- wie geistvoll und lassen die Musik Bertinis damit im besten Licht erscheinen. Auch Hummels Quintett – keine Rarität wie Bertini, aber doch selten genug gespielt – ist ein Musterbeispiel für qualitätvolle Kammermusik. Die Aufnahme stammt von 1982 und dürfte damit einer der ersten in DDD-Qualität produzierten Aufnahmen überhaupt sein. Auch diesbezüglich ist bei MDG alles vom Feinsten. Unterhaltsam ist übrigens auch die Garnierung mit ein paar netten Anekdoten, die einen Einblick in die Entstehung solcher Aufnahmen erlauben. Auch das ist für Ottonormalhörer durchaus amüsant." (Klassik Heute)"Es ist der Pianistin Hiroko Maruko zu danken, dass sie sich – ungeachtet der Klagen der Streicher – mit vollem Elan in die Musik geworfen und ihre Mitstreiter mitgerissen hat – so ergab sich eine zeitlose Einspielung höchster Qualität." (klassik.com)
"Das Sestetto Classico bietet eine klare und geschmeidige Interpretation, ohne dabei zu übertreiben. Hiroko Maruko besticht durch ihren klaren Anschlag, ihre präzise Artikulation und ihre Fähigkeit, Phrasen natürlich zu gestalten. Das Ensemble zeigt eine bemerkenswerte Geschlossenheit, insbesondere in den schnellen Sätzen, in denen die kollektive Dynamik perfekt kontrolliert wird. Getreu seinem Ruf bietet die MDG-Aufnahme eine natürliche Räumlichkeit und akustische Transparenz, die die instrumentalen Texturen unterstreicht. Eine Neuerscheinung, die man ohne Einschränkung genießen kann." (Opus d'Or - Opus HD)
„Geistreiche Frühromantik... Man merkt dem Quintett an, dass Hummel ein exzellenter und erfolgreicher Pianist war: Das Klavier übernimmt häufiger die Rolle des Solisten. Das 1834 entstandene Sextett – besetzt mit dem Hummel-Quintett plus zweiter Geige – des Franzosen Henri Jerome Bertini bildet eine schöne Ergänzung. Auch dieses Werk macht mit seiner Fülle an Melodien und Klangfarben einfach Spaß zu hören, was natürlich auch am federn-leichten, souveränen Spiel der sechs Musiker des Sestetto Classico liegt. Auch dies ist eine Wiederveröffentlichung in der „Preziosa“-Reihe des Labels MDG, doch sie klingt noch genauso gut und frisch wie 1982.“ (Klassik Festival)
"Wie frisch und unverbraucht diese wiederveröffentlichte Aufnahme zweier Kammermusik-Preziosen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch nach über vier Jahrzehnten noch klingt, überrascht auf Anhieb. Das liegt nicht nur am bemerkenswert klaren und brillanten Klang, sondern vor allem auch an der großen Spielfreude, am sensiblen Aufeinander-Hören und der klanglichen Präsenz des Sestetto Classico. Dieses ungewöhnliche und variable Ensemble – im Kern ein Klaviersextett – versteht es meisterhaft, die eingängigen Melodien dieser beiden Werke mit großem Esprit zu interpretieren. So ist das Hören dieser CD ein beschwingtes Vergnügen, bei dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt." (AUDIO & Stereoplay)
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