Beschreibung
selten
Dies ist ein Album mit Seltenheitswert: In der
„Preziosa“-Edition veröffentlicht MDG Orgelwerke
des bedeutenden, aber völlig vergessenen
Spätromantikers Carl Sattler, die bisher nur auf
Vinyl verfügbar waren. Entstanden ist die Aufnahme
1982 mit Reinhard Kluth an der Klais-Orgel der
Abtei Himmerod in Anwesenheit des hochbetagten
Paters Raimund, Sattlers letztem noch lebenden
Schüler – eine Aufnahme mit besonderer
Authentizität!
echt
Kluth spielte damals aus Sattlers Manuskripten, die
zum großen Teil nicht verlegt waren. Eines davon
ging später bei einem Autounfall in Flammen auf –
zum Glück erst, nachdem die Einspielung im Kasten
war und Kluth die Handschrift edieren konnte…
original
Sattlers dichte Harmonik kommt in den von ihm
vorgeschlagenen getragenen Tempi besonders gut
zur Geltung. Vor allem die große Sonate op. 17 lebt
von der farbigen Registrierung, für die Pater
Raimund noch wertvolle Hinweise geben konnte.
Ganz anders die Harmoniumsonate, in der die
Horizontaltrompeten der Orgel virtuos und
überaus fetzig zum Einsatz kommen. Faszinierend:
in „Weihnachten“ op. 22 verquickt Sattler auf
grandiose Weise „Stille Nacht“ mit „Josef, lieber
Josef mein“ – das ist überaus gekonnt.
hautnah
Wie immer in der „Preziosa“-Reihe plaudert
Produzent und Tonmeister Werner Dabringhaus
aus dem Nähkästchen, so über die handwerklichen
Fähigkeiten der Himmeroder Mönche, oder deren
Fußballbegeisterung – erfrischender Kontrast zu
der gehaltvollen Musik, die eine echte Renaissance
mehr als verdient hat.
Rezensionen
„Der Organist und Komponist Carl Sattler (1871 – 1938), der fast in Vergessenheit geraten ist, wirkte bis zum Tod in seiner Heimatstadt Köln. Er war Spätromantiker wie sein Zeitgenosse Max Reger, ohne allerdings bei aller Kunstfertigkeit dessen Einfallsfülle zu erreichen. An der Klais-Orgel der Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel spielte 1982 Reinhard Kluth, Kantor in Düsseldorf, wichtige Werke Sattlers ein. Der Produzent Werner Dabringhaus schildert in seinem Booklet-Text humorvoll die schwierige Situation, als 1982 im damals noch von Mönchen bewohnten Kloster die Aufnahmesitzungen stattfanden…Reinhard Kluth nutzt die mit rund sechzig Registern bestückte Orgel für kontrastreiche Wiedergaben... Das informative Booklet in deutscher, englischer und französischer Sprache bringt neben der Schilderung des „Spielplatzes“ mit der außergewöhnlichen Aufnahmesituation Erläuterungen zum Schaffen Sattlers und eine vollständige Disposition der Klais-Orgel von 1962.“ (Klassik heute)„... Werner Dabringhaus berichtet im Booklet von
den Aufnahmesitzungen. Deutlich spürbar ist, wie sehr ihm gerade diese Aufnahme
am Herzen liegt. Damals mit hohem technischen Aufwand gemacht, kann die Qualität
auch heutigen Standards vollauf genügen. Die Aufnahme erhielt dann damals auch
prompt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Die Klais-Orgel von 1962
wurde damals gewählt, weil der Organist der Abtei, P. Raimund van Husen, ein
Schüler Sattlers war und Hinweise zur Interpretation geben konnte. Sattlers
große Seifert-Orgel in Köln wurde im Krieg zerstört. Heute würde man vielleicht
doch eher eines der inzwischen zahlreichen restaurierten romantischen
Instrumente auswählen, das sicher Sattlers Vorstellungen näher gekommen
wäre.
Nichtsdestoweniger ist die Aufnahme von Kluth in ihrer Frische
immer noch höchst empfehlenswert. Wer nicht noch die LP besitzt, sollte ohne zu
Zögern zugreifen.“ (Musik-Medienhaus Daniel Kunert)
„... Sein Kompositionsstil ist stark in der traditionellen thematischen
Satzstruktur der Spätromantik verankert. Eine Idee oder ein Motiv wird
vorgestellt, fast improvisatorisch weiterentwickelt und auf geniale Weise in
einem klar definierten Höhepunkt abgeschlossen... Das Spektrum reicht von
brillant-ausgelassen wie im Finale der Sonate Nr. 2 bis hin zur stillen,
glückseligen Atmosphäre der Pastorale aus Weihnachten op. 22. Jede Note dient
offensichtlich der Musik, nichts ist überflüssig oder nur zur Effekthascherei
hinzugefügt. Ehrlich gesagt, die oben erwähnte Pastorale ist ein Werk von
außerordentlicher Schönheit.
Der Organist Reinhard Kluth (1950–2020)
spielt alles mit einer spürbaren Liebe zum Detail und durchgehend mit
ausdrucksstarken und dynamischen Nuancen. Laut den Booklet-Notizen war Pater
Raimund, einer der letzten Schüler Sattlers, bei einigen Aufnahmesessions
anwesend, was dem Ganzen einen Hauch von Authentizität verleiht.
Die
viermanualige Klais-Orgel aus dem Jahr 1962 eignet sich hervorragend für diese
Musik. Mit mehr als 50 Registern, die von 1' Scharff bis 32' Untersatz reichen,
darunter 8' Trompeta de batalla, ist sie das perfekte Instrument für Sattlers
Tonumfang und Klangtiefe. Diese Veröffentlichung ist eine Neuauflage der
Originalaufnahme von 1982. Wenn Sie ein Liebhaber von Pfeifenorgelmusik sind und
die erste Veröffentlichung verpasst haben, ist dies nun Ihre zweite Chance, die
Musik eines zu Unrecht übersehenen Pfeifenorgelmeisters zu erwerben.“ (Classical Music Sentinel)
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