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Alexander Asteriades
(*1941)

 

Streichquartett

& Vertonte Gedichte

 

Giocoso String Quartet,

Ursula Thurmair, Mezzosopran
Jörg Gottschick, Bariton
Paul Rivinius, Klavier

 

AUD 707 2314-2

CD

Preis: 21,99 €

 

Panorama

Wie kann man heute noch zeitgemäß traditionelle Kammermusik komponieren? Alexander Asteriades gelingt mühelos der Spagat zwischen ambitioniertem künstlerischem Anspruch und erfrischend zugänglicher Klanglichkeit. Inspiration findet er häufig in literarischen Vorlagen, so auch in seinem Streichquartett und natürlich den neun Liedern, die einen attraktiven Blick in die musikalische Vorstellungswelt des Komponisten geben.

 

Meerstern

Im Zentrum des dreiteiligen Streichquartetts steht ein Ricercar über den Hymnus „Ave maris stella“, in dem Asteriades sehr konsequent kontrapunktische Techniken einsetzt. Eduard Mörike liefert die Vorlage für den ersten Teil, während der dritte auf einen Satz von Nikos Katsantsakis verweist: „Heil dir Mensch, zweibeiniges zerrupftes Hähnchen…“. Geschickt verbindet Asteriades die klassische Rondoform mit programmatischer Ausdeutung - Kikeriki inbegriffen…

Pfadfinder

Der Tonsatz ist durchaus tonal, auch wenn es keine Dreiklangsbezüge gibt. Das Giocoso String Quartet präsentiert die Harmonik aus Quinten, Quarten und Ganztonsequenzen meisterhaft. Als Komponist ist Asteriades Autodidakt: als Geiger, Musikwissenschaftler und Doktor der Philosophie ist er aber hörbar bei den großen Meistern aus 6 Jahrhunderten in die Lehre gegangen, die ihn auf einen ganz eigenen Weg gebracht haben.

 

Horizont

Ursula Thurmair und Jörg Gottschick singen die Lieder auf Texte von Walter von der Vogelweide bis Joachim Ringelnatz, die Paul Rivinius mit feinem Klavierspiel begleitet. Ganz in der Tradition des klassischen Klavierlieds des 19. Jahrhunderts erweitert die Musik die zauberhaften Gedichte um eine neue Bedeutungsebene, gesanglich komponiert und dennoch in zeitgemäßer Tonsprache, wie es heute selten zu hören ist.

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