Tonmeister

Spätestens seit Einfühung der elektro-magnetischen Schallaufzeichnung entstand ein Bedarf an Aufnahmeleitern, die die komplizierten technischen und akustischen Vorgänge beherrschten, zugleich aber kompetente musikalische Partner für die Künstler waren. Erich Thienhaus gründete 1949 an der Musikhochschule Detmold das Tonmeisterinstitut (heute: „Erich-Thienhaus-Institut“) und legte eine Studienordnung für Diplom-Tonmeister fest.
Die Ausbildung umfaßt mathematisch-physikalische Kenntnisse, Akustik, Elektro- und Gerätetechnik, besteht aber außerdem aus einem vollständigen Musikstudium mit den Schwerpunkten Instrumentalausbildung, Gehörbildung, Tonsatz, Musikgeschichte, Partiturkunde ... und Musikaufnahmen.
Die Aufgaben des Tonmeisters sind
Anders als in der Schallplattenindustrie, wo besonders bei kleineren Firmen häufig in Personalunion gearbeitet wird, hat der Rundfunk eine Trennung vorgenommen. Hier ist das Mischpult der Platz des Toningenieurs, am Produzententisch sitzt mit der Partitur der Tonmeister und als Assitenten gibt es noch den Tontechniker, zuständig für den reibungslosen Ablauf im Maschinenraum.
Folgende Ausbildungsstätten stehen in Deutschland zur Verfügung:
zum Diplom-TonmeisterBerlin, Detmold
zum ToningenieurDüsseldorf
zum TontechnikerNürnberg
in Europa:Surrey (GB), Paris (F), Warschau (PL)

[Der Weg zur Klassik CD]