Hörerscheinungen

Die deutsche Sprache kennt kaum objektivierbare Begriffe für den Hörsinn, es sei denn unangenehme Lautstärken sind betroffen: es knallt, schrillt, donnert, heult, quält ... Es bleibt „laut“ und „leise“ und schon müssen wir uns mit anderen Sinnen behelfen: Wir schmecken einen „süßen“ oder „scharfen“ Klang, wir sehen einen hellen (dunklen), durchsichtigen (!), verschommenen, verhangenen, verfärbten Klang. Wir fühlen spitzen, weichen, engen, weiten, vollen und voluminösen Klang. Die Techniker haben einen grundtönigen, präsenten, konturierten, nasalen, mittenbetonten (und neuerdings sogar „musikalischen“) Klang definiert - und wir halten es gerne mit dem natürlichen Klang.

[Der Weg zur Klassik CD]